PHILIP STOLL

geb. Dachau, Deutschland, 1988

 

EXHIBITIONS

Art_EN, Witten, Germany (2020)

Sense (solo), Show Room Geibelstraße 2, Köln, Deutschland (2019)

CONSENSUS - Space and Light (solo), Kunststation Sankt Peter, Köln, Deutschland (2019)

ARBEITEN/WORKING (Aktion), Kunststation Sankt Peter, Köln (2019)

GEHEN/WALKING (Aktion), (Performance Aktion), Kunststation Sankt Peter, Köln (2019)

Drawings (solo Präsentation & Künstlergespräch), White Feather, Placerville, CA, USA (2017)

Drawings (solo Präsentation & Künstlergespräch), ShadeTree Foundation, Los Angeles, USA (2017)

Portals (solo), Show Room Geibelstraße 2, Köln, Deutschland (2017)

Drawing, Stage, Awareness (solo), Foundation Kulturimpuls, Dornach, Switzerland (2017)

December Blues - Joseph Beuys & Philip Stoll, Froehlich Sammlung, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland (2016)

Perceiving Life in the 21st Century (solo), Galerie ArtLantis, Stuttgart, Deutschland (2016)

When I Walk - Home, (solo Präsentation & Künstlergespräch), California Department of Fair Imployment and Housing, Los Angeles, USA (2015)

See You America (solo Präsentation & Künstlergespräch), Elderberries Community Hub, Hollywood, Kalifornien, USA (2015)

With Seriousness (solo), Skillebyholm, Sweden (2014/15)

Invisible Visible (solo), Ytterjärna Cultural Center, Schweden (2014)

nu (solo), Ytterjärna Cultural Center, Schweden (2013)

100 Asses - or freeing the human being into its body (Performance), Goetheanum, Dornach, Schweiz (2010)

 

PUBLICATIONS

Murambi I See You Seeing Me Seeing You, in Overcoming Violence, Hrsg. Ruhr Universität Bochum, Evangelisch-Theologische Fakultät, LIT Verlag (2021)

CONSENSUS - LIGHT AND SPACE, Hrsg. Kunststation Sankt Peter, mit Wulf Herzogenrath, Pater Stephan Kessler, Jannis Keuerleber und Valeska Stach (erscheint bald)

WaldparkOase Mannheim, Mannheimer Morgen (2019)

Projekt WaldparkOase, Info3 Verlag, Andrea Kreisel (2019)

Wie Kunst wirken kann, Evolve Magazin, Maik Kauschke (2017)

Invisible Visible, Selbstverlag (2014)

Angefangen hab' ich mit Land Art, Selbstverlag (2005)

 

WORKSHOPS

Aufmerksamkeit- Potential - Du, Waldorf Institut Witten (2021)

Ökologie des Bewusstseins, fakt21 Kulturgemeinschaft Bochum und Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW (2021)

The Art of Global Social Witnessing, Ubigity University and University Witten-Herdecke (2021)

Transformatives Lernen im Gesundheitswesen in der Universität des 21. Jahrhunderts, Universität Witten-Herdecke (2021)

Natur Neu Sehen, IBAM, Universität Witten/Herdecke (2020)

Versöhnung, Aufmerksamkeit und Kunst, Konferenz Overcoming Violence, zum 25. Jahrestag des Genozids in Ruanda. On the occasion of the 25th anniversary of the genocide in Rwanda, Kivu, Rwanda (2019)

 

STIPENDIEN/RESIDENZEN

Künstlergruppe Camilla Steuernagel, Residenz, Moulin, Frankreich (2021)

Künstlergruppe "Bühne Heute", Hégenheim, Frankreich, Residenz (2021)

Stiftung Kulturimpuls, Residenz, Basel (CH) (2019)

Grundeinkommen, privates Vollzeit-Stipendium (2015-18)

Produktionsstipendium, Swedish Vidar Foundation

Shade Tree Foundation, Residenz, Los Angeles (2017)

Shade Tree Foundation , Residenz, Los Angeles (2015)

Produktionsstipendium, Economieringen AB, Järna, Schweden (2012-14)

 

STUDIES

Feldbotanik und angewandte Pflanzensoziologie, Akademie für angewandte Vegetationskunde, Witten (2018-21, ongoing)

Art and Social Entrepreneurship, Vollzeit unabhängiges Individual-Studium, wichtige Mentoren: James Turrell (Visuelle Kunst, Wahrnehmung), Prof. Eje Kaufeldt (Musik, Flöte), Nicanor Perlas (Integrale Nachhaltigkeit, Change Management), Orland Bishop (Inner Science, Aufmerksamkeit), (2010-14)

Fotografie, Schüler von Ernst Kubitza (2004-16)

AUFMERKSAMKEITSRAUM

Philip Stoll belichtet mit der Kamera, als wäre diese sein eigener Körper, aus dem er herausblickt in den Raum, ganz im Bewusstsein der eigenen Wahrnehmung. In dem Moment, in dem das Gefühl der eigenen Aufmerksamkeit konkret wird, entstehen Fotografien, die aussehen wie Malerei. Ihre atmosphärische Dichte und Intensität laden die Betrachtenden ein, mit dem Blick in die Tiefe zu gehen, sowohl im Außen als auch im Innen. Licht wird zu Materie, deren Farbigkeit im Bild spürbare Räume erzeugt. Aus der kontinuierlichen Bewegung des Gehens heraus entsteht eine abstrakte Ebene: für eine ganz persönliche Begegnung.

(Valeska Stach, Künstlerin, Basel)

 

POTENTIAL UND FAKT

Der aus Mannheim stammende Philip Stoll (*1988) bezeichnet sich selbst als künstlerischen und sozialen Entrepreneur. Nach einem mehrjährigen selbst organisierten und entwickelten Studium und einem photographischen Mentorat von Ernst Kubitza wurde er in seiner weiteren Entwicklung wesentlich von James Turell, Eje Kaufeldt und Nicanor Perlas beeinflusst. Bei zum Teil mehrmonatigen Aufenthalten in Schweden, der USA und der Schweiz entstanden umfangreiche Bildserien.

Gegenstand des Künstlers ist der jeweilige Ort, den er prozesshaft und gewöhnlich über einen längeren Zeitraum in den Blick nimmt. Mit hoher Aufmerksamkeit nimmt er sowohl das Zentrum als auch die Peripherie des Raums wahr. Auf diese Weise entstehen Fotografien großer Intensität und Aussagekraft, abstrakte Lichtbilder, welche die „Seele“ des Orts widerspiegeln. Philip Stolls Kunst nimmt das Faktische in den Blick, sie weitet aber auch unsere Sinne für das Potentielle.

(Dr. Guido Schlimbach, Kurator Kunststation Sankt Peter Köln)

 

LICHT GEBEN

Licht ist gegeben, es lebt im Raum: Tageslicht, das sich, durch die Fenster fallend, im Inneren widerspiegelt. Ein Künstler sucht, dieses Raum-Licht zu erfassen, mit fotografischen Mitteln und mit einer selbst-gesetzten, auf Erfahrung aufbauenden Struktur und Technik: Der analoge Fotoapparat wird bei Blende 11 und vier Sekunden Belichtungszeit während des Gehens vom Künstler vor dem Bauch, in seinem Körperzentrum, gehalten. Licht fällt auf den leeren Film.

Es entstehen malerische Felder - näher an einem Bild von Mark Rothko (besonders wenn wir an seine letzten Bilder, die tiefschwarzen Tafeln, denken) oder einer Malerei von Gotthard Graubner, als dass sie an dokumentarischen Fotos von Kirchenräumen erinnern würden. Andere, früher entstandene Foto-Arbeiten Philip Stolls wiederum lassen an die Ungreifbarkeit der flächigen, wie aus dem Nichts wachsenden Gesichter-Landschaften von Richard Oelze denken. Die großformatigen, ungerahmten, an zwei Klemmen aufgehängten c- Prints scheinen nicht Konkretes im Raum wiederzugeben, sondern sie erscheinen fast absichtslos und wie von sich selbst bestimmt. Hier lässt sich Bezug nehmen zu der Arbeitsweise von John Cage, der, auf Marcel Duchamp folgend, für eine Erweiterung des Kunstfeldes des mittleren 20. Jahrhunderts sorgte: „Es muss etwas getan werden, um uns und unser Gedächtnis von unseren Vorlieben zu befreien. (...) Meine Einstellung ist die, dass das tägliche Leben, wenn wir es bewusst aufnehmen, interessanter ist (...). Dieses „Wenn“ ist gegeben, wenn wir keinerlei Absichten verfolgen. Damit erkennt man, dass die Welt magisch ist“ (Cage im Gespräch mit R. Kostelanetz, 1989). Philip Stoll verfolgt mit seinem Arbeitsprinzip ein gleiches Phänomen und verwendet dabei die selben äußeren Mittel, um sich den Eindrücken, jeweils vor Ort selbst, zu öffnen - und auch, um dem Betrachter nur wenig Vorbestimmtes anzubieten. Deshalb verbietet sich der Künstler technische Veränderungen und jeden digitalen Eingriff. Auch dieser Respekt des Künstlers vor dem, was in der Welt vorhanden ist, lässt sich weit zurückführen und er steht in einer traditionsreichen Linie: Cage selbst hat die Vorväter dieses Respekts zitiert: „Nach Meister Eckhart vervollkommnen wir uns nicht durch unsere Taten, sondern durch das, was uns zustößt.“

Die monochrome sowie die in Differenzierung subtil reduzierte Malerei ist ebenso eine Anregung, in Bezug auf Philip Stolls Arbeiten, wie die grundsätzliche Einstellung John Cages zu der Frage des künstlerischen Tuns. Betrachten wir die Arbeiten von Philip Stoll kommt jedoch noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu: die Wahrnehmung und Gestaltung von Farblicht. Die Auseinandersetzung mit diesem Licht steht in Referenz zu dem Werk James Turrells. Die Begegnung mit Turells Lichträumen, aber auch mit der Person Turrell selbst, hat die Konzentration Philip Stolls deutlich auf den Vorgang der Wahrnehmung fokussiert. In Gesprächen mit dem Künstler spielt das Erlebnis der Lichtinstallation Turrells „The Light Inside“ (2011, Kulturforum in Järna, Schweden) und die, sowohl darin als auch in Gesprächen mit Turrell auftauchende, Aufmerksamkeit eine große Rolle. Die in der Wahrnehmung nicht präzise zu bestimmende Farbe und Fläche von zeitlicher und räumlicher Erstreckung, in den sogenannten Ganzfeldern Turrells, hat weitere Grundlagen für Philip Stolls künstlerische Forschung gelegt.

Am Ende wird der Betrachter auf sich selbst und seine eigenen Wahrnehmungs-Möglichkeiten zurückgeworfen. Analoge Fotografie beschreibt zwar die Wirklichkeit vor dem Objektiv - aber es ist doch immer eine eigene Welt, die in Stolls Arbeiten sichtbar wird und an die sich der Künstler mit seiner Wahrnehmung genauso öffnend herangearbeitet hat wie es nunmehr der einzelne Betrachter, sich ebenfalls öffnend, gegenüber den fotografischen Bildwerken machen muss.

 

(Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, Direktor der Akademie der Künste)

 

 

IM LICHT LICHT UND DUNKEL SEHEN

Licht ist nur im Licht zu sehen. Stimmt das? Was erkenne ich im Dunkeln? Ich sehe die Abwesenheit von Licht.
Die Bilder von Philip Stoll wecken die Aufmerksamkeit für die erkenntnistheoretische Maxime der Philosophie, dass Licht im Licht wahrgenommen werde. Die photographischen Gemälde, die in diesem besonderen Licht-Raum der romanisch-spätgotischen Kirche Sankt Peter entstanden, sind eine sinnliche Einladung zur Kon-Sensualität, zu einer Form existentieller Einfühlung. Sinne und Sinnlichkeit werden beim Anschauen dieser photographischen Bilder einerseits bestätigt, andererseits ist der Betrachtende aufgefordert, sie ins Offene und Weite zu überschreiten. Denn sowohl der Künstler wie auch der Gegenstand treten zurück: Photo-graphie im ganz wörtlichen Sinn als „Licht-Schrift“. In der Suche nach größtmöglicher Einfachheit und Reduktion auf das Wesentliche entsteht ein neues zurückgeworfen Sein des Lichts (Reflexion) und eine geweitete Durchsichtigkeit (Transparenz). Die Bilder von Philip Stoll lassen das Gegenständliche zurücktreten, sie reinigen die sinnliche Wahrnehmung äußeren Sehens und führen zu einer Konzentration auf die Wahrnehmung des unsichtbaren Lichtes selbst. Der Künstler nennt diese Reduktion ein „Schälen“ der Wirklichkeit. Durch die konzentrative Sammlung der Sinne auf das Wesen der Dinge wird der Kern dieser herausgeschält. Stolls Bilder sind in ihrer Abstraktion eine Form der Dekonstruktion äußerer Wahrnehmung. Hier bewegt sich der Künstler im großen Strom der Gegenwartskunst - von Piet Mondrian („Um eine Harmonie zu erzielen, sollte die Kunst sich nicht nach der äußeren Erscheinung der Natur, sondern nach deren Wesen richten“ 1941/42) bis hin zu den Lichträumen seines Mentors James Turell. Die photographischen Gemälde eröffnen einen lichten Innenraum und führen zu einer Erkenntnisform, die in der Auflösung des Gegenständlichen Neues aufscheinen lässt. Das Leuchten des Lichtes selbst wird auf sinnliche Weise in einem „Anders-Raum“ erfahrbar („Espace autre“; Michel Foucault). Das Licht weist „übersinnlich“ über den konkreten photographisch aufgenommenen Raum und über die Zeit (4 Sekunden der Öffnung der Linse bei Blende 11) weit hinaus. Dadurch vermitteln die Bilder etwas von der meditativen Haltung, die Voraussetzung für ihre Entstehung ist und die eine Betrachtung in eben dieser Haltung empfiehlt.

Ganz analog beschreibt der neuplatonisch inspirierte Denker Augustinus von Hippo (354-430) diese ästhetische und erkenntnistheoretische Erfahrung und Praxis, die auch Philip Stoll vertraut ist. Von Hippos autobiografische „Confessiones“ lesen sich wie eine Beschreibung Stolls künstlerische Vorangehensweise: „Aufgefordert zu mir selbst zurückzukehren, betrat ich (...) mein Innerstes. Ich trat ein und schaute mit dem Auge meiner Seele, so schwach es war, (...) das unwandelbare Licht („lux inconmutabilis“).“ Es ist nicht das allen gemeine oder vermeintlich sichtbare Licht, „sondern etwas anderes, weit anders als alles sonst“. Dieses „andere Licht“ wird in den Gemälden von Philip Stoll sichtbar und spürbar: „Wer die Wahrheit kennt, kennt es“. Und Augustinus führt den Gedanken noch weiter, indem er auf die Relativität der Zeit verweist und personale Liebe als Erkenntniskraft hinzufügt: „Wer es kennt, kennt die Ewigkeit. Liebe kennt es“ (Confessiones 7,10,16).

In der Kunst von Philip Stoll geht es um Wahrheit, die Wahrheit in und hinter den Erscheinungen. Seine Belichtungen machen das Sichtbare unsichtbar, damit die unsichtbare Wirklichkeit sichtbar, fühlbar wird. Deswegen leuchtet auch im „Nicht des Lichts“ das „Licht des Nichts“ (Wilhelm Weischedel 1905-1975). Denn im Licht schauen wir Licht; und Dunkelheit ist nicht finster, Nacht leuchtet wie der Tag (vgl. Psalm 36, 10 und 139, 12). Stolls Bilder bereiten die Aufmerksamkeit, sowohl im Licht als auch im Dunkeln, das unwandelbare Licht erahnen zu lernen.

(Stephan Ch. Kessler SJ
, Pater und Kurator Kunststation Sankt Peter)

 

 

 

PRESENCING - AWARING - EXPOSING

Philip Stoll (b.1988, Germany) works with the processes of perception and awareness. His artistic career started with in depth studies of land art, that of Richard Long and Andy Goldsworthy in particular. Many of these artists’ process pieces are not accessible for the audience except through documentation - usually photographic. Similarly, while Stoll does not describe himself as a photographer, his work is only documented visually by photographs. His visual language is related to the history of painting and yet his work is more conceptual and process-oriented than the first glance would suggest. While viewing Stoll ́s work, artists like Turner, Aivazovsky, the Impressionists, Rothko and Richter, with his photorealistic ”blur” paintings, come to mind. Where Richter makes a conscious, multilayered statement about aesthetics with his early work, for Stoll, the same blur effect in parts of his work, is the natural result of his method. The outer appearance of Stoll ́s images are not the result of an intentionally created visual effect but of inner and outer processes: it is what is seen from the very moment of awareness, when the artist is at one with his object through his perception. Stoll ́s inner awareness in relation to his outer surroundings aligns and in this activity he exposes film without looking through the lens while shooting the image. Almost as a piece of performance art (without a live audience) he walks and holds the camera just below his heart while shooting. The appearance of the photographic outcome of the work is of little concern in this process. Yet, the similarity to the visual language of the work of the afore mentioned artists is apparent.

In many pictures by Philip Stoll the only subject that repeats itself is landscape. Historically the "comeback” of landscape as a motif in the 15th century was radical in art - as the idea of the background becoming the subject in a picture paved the way for new art in the same way as the Black Square by Kazimir Malevich or 4 ́33” by John Cage did in the 20th century. Just as Male - vich ́s ideas of suprematism are concerned with ”the supremacy of pure artistic feeling” rather than physical forms, and Cage’s work points out that true outer silence hardly exists, it strongly seems that Stoll ́s work is not about the landscape or the aesthetics of an image, but about the moment of presence. It might more accurately be described as presencing (Otto Scharmer, MIT) which combines presence and sensing. Today we have millions of smart phone and mobile phone photos taken from landscapes all around the world all the time. In these images the emptiness is in its fullness (paradoxically). Often these images are taken to postpone the moment of watching for a later time. The ease of the medium gives the possibility to externalize one ́s memory. While these images become documents from someone ́s physical presence, they too often document the mental absence of the same person. In Stoll ́s work and process the photos hold the opposite idea, as in his technique, the inner relationship to the place during the exposure has to be right – the moments that are not spent in total awareness throughout the whole exposure time of four seconds – are not developed into images.

Experiencing Stoll ́s work in depth changes the way we perceive the surrounding world. In the spirit of Caspar David Friedrich, Philip Stoll is not concerned about looking, but about seeing. Without the need to contradict, fight or conquer the world he shows us how we can be in nature and how nature can be in us through our perception and awareness.

(Sampsa Pirtola, artist and curator, Finland)